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Rechtliche Bestimmungen

Rechtliche Bestimmungen bei der Benutzung einer Drohne

Wann und Wo dürfen Sie mit ihrer Drohne fliegen? Eine gute Frage, die sich viele Drohneninteressierte vor dem Kauf oder der Benutzung einer Drohne stellen. Die rechtliche Bestimmungen bzw. Vorschriften und Gesetze für die private und kommerzielle Nutzung von Drohnen wird in jedem Land der EU anderes geregelt. Auch in verschiedenen Bundesländern gelten andere Gesetzte und Vorschriften und lassen sich somit nicht verallgemeinern.
Dass man unbedingt die Gesetze kennen und diese auch strikt einhalten sollte (vor allem Flugverbotszonen), zeigt ein Beispiel vom Juli 2015: Dort stieß eine Maschine der Lufthansa, mit 108 Menschen an Board aus München kommend, im Landeanflug auf den Flughafen Warschau fast mit einer Drohne zusammen. Zum Glück ist nichts passiert, jedoch mussten daraufhin weitere 20 Flugzeuge auf eine andere Anflugschneise umgeleitet werden, was wiederum zu Verspätungen (=Kosten) führte. Leider blieb die Suche nach dem Drohnenpiloten erfolglos.  

Haftpflichtversicherung für Drohnen

Grundsätzlich benötigen Sie in Deutschland, für ihre Drohne, eine Haftpflichtversicherung. Dabei spielt es keine Rolle ob Sie ihre Drohne nur für den privaten Gebrauch benutzen oder eine kommerzielle Nutzung anstreben. Die Haftpflichtversicherung für Drohnen schützt Sie vor Schadensersatzansprüchen die NICHT über ihre normale Haftpflichtversicherung abgedeckt werden kann. Daher müssen Sie explizit eine Haftpflichtversicherung für die Benutzung einer Drohne abschließen. Grundsätzlich gibt es für die Benutzung einer Drohne, keine Mindestalterangabe vom Gesetzgeber. Da Personen unter 18 Jahren allerdings meist über ihre Eltern versichert sind, müssen Personen unter 18 Jahren, über die Eltern versichert werden.
Unser Tipp: Vergleichen sie verschiedene Haftpflichtversicherungen online bei unserem Partner Tarifcheck24

 

Gesetzliche BestimmungenPrivate Nutzung – Sport und Freizeitaktivitäten (LuftVG § 1(2))

Nr. Gewicht Antrieb
Erläuterung
1 0 – 5 Kg elektrisch Ohne Genehmigung überall erlaubt
2 5-25 Kg elektrisch Nur auf ausgeschriebenen Plätzen (Modellflugplätzen) erlaubt
3 0 -25 Kg Verbrennungsmotor Nur auf ausgeschriebenen Plätzen (Modellflugplätzen) erlaubt
4 Über 25 Kg alle Benutzung und Betrieb auf ausgeschriebenen Plätzen (Modellflugplätzen) erlaubt. Eine Abnahme der Drohne durch DMFV und Pilotentest ist erforderlich


Zusätzliche Auflagen bei privater Nutzung von Drohnen:

Sie dürfen Ihre Drohne nur fliegen, wenn diese in Sichtweite ist. Hierbei wird die Sichthilfe mit Hilfsmitteln ausgeschlossen. Darunter fallen Live-Übertragungen mit einer Kamera oder andere technische Hilfsmittel!

Grundsätzlich ist die Benutzung einer Drohne mit einer Brille, Kontaktlinsen oder ähnlichen Hilfsmitteln erlaubt. Des Weiteren gibt es eine Ausweispflicht für Modelle / UAV vor allen anderen Piloten und Verkehrsteilnehmern. Grundsätzlich haben Sie die Luftraumstruktur zu beachten. Das heißt dass Sie die Nähe zu Flughäfen und Plätzen zu beachten haben, einschließlich Kontrollzonen von größeren Flughäfen. Beachten Sie, dass dort der kontrollierte Luftraum -in der Regel- schon bei 0 Höhenmetern beginnt. Beachten Sie außerdem, dass Sie mit ihrer Drohne keine anderen Personen belästigen, sowie diese auch nicht durch ihre Flugmanöver gefährden oder verletzen!

Gesetzliche BestimmungenKommerzielle Nutzung

Darunter fallen sowohl die kommerzielle Nutzung von Bildern als auch der Verkauf von Bildern, bspw. auf YouTube! 

Nr. Gewicht Antrieb
Erläuterung
1 0-5 Kg elektrisch Sie benötigen eine Allgemeine Aufstiegserlaubnis (NfL 161/12) des jeweiligen Bundeslandes. Zusätzlich müssen sie die jeweiligen Auflagen beachten.
2 Alle Alle anderen Antriebsarten Sie benötigen eine Einzelgenehmigung vor jedem Start und Flug des jeweiligen Bundeslandes. Dies gilt insbesondere, wenn Sie die zusätzlichen Angaben (siehe private Nutzung) nicht erfüllen können.
Die Allgemeine Aufstiegserlaubnis (NfL 161/12)

Jedes Bundesland in Deutschland stellt eine Allgemeine Aufstiegsgenehmigung -auf Antrag- bis zu 2 Jahren aus. Nach Ablauf der 2 Jahre können Sie die Aufstiegsgenehmigung grundsätzlich verlängern lassen. Die Kosten liegen je nach Bundesland, zwischen 65 Euro und 150 Euro. Falls Sie ihre Drohne außerhalb von Deutschland benutzen wollen gilt ihre Aufstiegsgenehmigung auch für andere EU Länder. Allerdings müssen Sie für diese Kopplung an andere EU Länder hierfür nochmals ca. 25 Euro bis 75 Euro beim zuständigen Amt bezahlen. Weitere Rechtsgrundlagen bilden das Luftverkehrsgesetz (Luft VG), die Luftverkehrsordnung (Luft VO) und die aktuellen Nebenbestimmungen der Allgemeinen Aufstiegserlaubnis (NfL 161/12) unter Abschnitt III.